Urteil des OLG Frankfurt erwartet

Veröffentlicht:

Donnerstag, 29.02.2024
von Die Redaktion

Das Oberlandesgericht Frankfurt entscheidet am Donnerstag über die Forderung eines 87-jährigen österreichischen Kartografen, der von der EZB 5,5 Millionen Euro für die Nutzung seiner Europa-Grafik auf Euro-Banknoten verlangt. Der Kartograf hatte seine Darstellung Europas, für die er weltweit recherchierte und digitale Techniken nutzte, 1997 für umgerechnet 2180 Euro an die österreichische Zentralbank verkauft. Die EZB druckte das Relief später auf Euro-Banknoten. Nach einer Anfrage des Kartografen bei der EZB 2014, die zu einer Prüfung seiner Ansprüche führte, erhob er Klage auf angemessene Vergütung. Das Landgericht Frankfurt wies die Forderung ab, da die Banknotengestaltung als neues Werk angesehen wurde. Der Kartograf sieht sich in einem „Kampf David gegen Goliath“ und fordert eine faire Vergütung für seine Leistung, da seine Karte auf den Banknoten milliardenfach verwendet wird.