BaFin zum Thema „Risiken“

Veröffentlicht:

Freitag, 19.01.2024
von Die Redaktion

Risiken aus signifikanten Zinsanstiege
Risiken aus signifikanten Korrekturen an den internationalen Finanzmärkten
Risiken aus Korrekturen an den Immobilienmärkten
Risiken aus dem Ausfall von Krediten an deutsche Unternehmen
Risiken aus Cyber-Attacken mit gravierenden Auswirkungen
Risiken aus unzureichender Geldwäscheprävention
Risiken aus Konzentrationen bei der Auslagerung von IT-Dienstleistungen

Die jüngste historische Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB), bei der der Leitzins von 0 auf 4,5 Prozent angehoben wurde, stellt eine signifikante Veränderung für den Finanzsektor dar. Trotz der rapiden Zinssteigerungen haben sich Banken und Versicherungen als robust erwiesen, teilweise durch vorausschauende Maßnahmen der Aufsichtsbehörden, wie die Einführung institutsspezifischer Zuschläge für Zinsänderungsrisiken. Über 800 Banken haben solche SREP-Zuschläge erhalten, die einen wesentlichen Anteil der Kapitalaufschläge ausmachen.

Viele Finanzunternehmen mussten stille Reserven aktivieren, um Bewertungsverluste, vor allem bei festverzinslichen Wertpapieren, auszugleichen und ihr Eigenkapital zu stärken. Obwohl der Finanzsektor die bisherigen Zinssteigerungen gut verkraftet hat, könnten weitere Zinserhöhungen oder eine stärkere Inversion der Zinsstrukturkurve die Risikolage verschärfen. Die Wahrscheinlichkeit für signifikante weitere Zinssteigerungen hat allerdings im Laufe des Jahres 2023 abgenommen.

Im Bankensektor ist das Zinsänderungsrisiko, insbesondere bei Genossenschaftsbanken und Sparkassen, aufgrund ihres Geschäftsmodells weiterhin präsent, obwohl es insgesamt rückläufig ist. Die Zinserhöhungen führten zu einem Anstieg der Zinsmargen, da die Kreditzinsen schneller gestiegen sind als die Einlagenzinsen. Allerdings könnten zukünftig die Möglichkeiten zur Realisierung höherer Zinseinnahmen eingeschränkt sein, und eine schwächere Kreditnachfrage könnte die Neukreditvergabe begrenzen.

Die Kernkapitalquoten der Institute sind leicht gestiegen, und die Eigenkapitalrentabilität hat sich verbessert. Jedoch könnten die Zinsmargen bei einem anhaltend hohen Zinsniveau zurückgehen, wenn Kunden vermehrt in höher verzinsliche Anlagen umschichten, was den Wettbewerb um Einlagen intensivieren würde.

Versicherungsunternehmen, insbesondere Lebensversicherer und Pensionskassen, haben kurz- und langfristig von den höheren Zinsen profitiert. Sie konnten Abschreibungsbedarf durch außerordentliche Kapitalanlageerträge ausgleichen und die Zinszusatzreserve auflösen. Allerdings führten Marktwertänderungen bei festverzinslichen Anlagen auch bei Versicherern zum Abschmelzen von Bewertungsreserven.

Die BaFin überwacht weiterhin Institute mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko und knapper Kapitaldecke und setzt sich mit den Folgen der Zinsentwicklung für den Finanzsektor auseinander. Dazu gehören Stresstests, die Auswirkungen auf Verbraucher, die Analyse von Refinanzierungsstrukturen und die Beobachtung des Liquiditätsrisikos für Versicherer. Die BaFin plant, ausgewählte Versicherungsunternehmen in das quartalsweise fortgeführte Liquiditätsmonitoring der Europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA einzubeziehen.

Die jüngste historische Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB), bei der der Leitzins von 0 auf 4,5 Prozent angehoben wurde, stellt eine signifikante Veränderung für den Finanzsektor dar. Trotz der rapiden Zinssteigerungen haben sich Banken und Versicherungen als robust erwiesen, teilweise durch vorausschauende Maßnahmen der Aufsichtsbehörden, wie die Einführung institutsspezifischer Zuschläge für Zinsänderungsrisiken. Über 800 Banken haben solche SREP-Zuschläge erhalten, die einen wesentlichen Anteil der Kapitalaufschläge ausmachen.

Viele Finanzunternehmen mussten stille Reserven aktivieren, um Bewertungsverluste, vor allem bei festverzinslichen Wertpapieren, auszugleichen und ihr Eigenkapital zu stärken. Obwohl der Finanzsektor die bisherigen Zinssteigerungen gut verkraftet hat, könnten weitere Zinserhöhungen oder eine stärkere Inversion der Zinsstrukturkurve die Risikolage verschärfen. Die Wahrscheinlichkeit für signifikante weitere Zinssteigerungen hat allerdings im Laufe des Jahres 2023 abgenommen.

Im Bankensektor ist das Zinsänderungsrisiko, insbesondere bei Genossenschaftsbanken und Sparkassen, aufgrund ihres Geschäftsmodells weiterhin präsent, obwohl es insgesamt rückläufig ist. Die Zinserhöhungen führten zu einem Anstieg der Zinsmargen, da die Kreditzinsen schneller gestiegen sind als die Einlagenzinsen. Allerdings könnten zukünftig die Möglichkeiten zur Realisierung höherer Zinseinnahmen eingeschränkt sein, und eine schwächere Kreditnachfrage könnte die Neukreditvergabe begrenzen.

Die Kernkapitalquoten der Institute sind leicht gestiegen, und die Eigenkapitalrentabilität hat sich verbessert. Jedoch könnten die Zinsmargen bei einem anhaltend hohen Zinsniveau zurückgehen, wenn Kunden vermehrt in höher verzinsliche Anlagen umschichten, was den Wettbewerb um Einlagen intensivieren würde.

Versicherungsunternehmen, insbesondere Lebensversicherer und Pensionskassen, haben kurz- und langfristig von den höheren Zinsen profitiert. Sie konnten Abschreibungsbedarf durch außerordentliche Kapitalanlageerträge ausgleichen und die Zinszusatzreserve auflösen. Allerdings führten Marktwertänderungen bei festverzinslichen Anlagen auch bei Versicherern zum Abschmelzen von Bewertungsreserven.

Die BaFin überwacht weiterhin Institute mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko und knapper Kapitaldecke und setzt sich mit den Folgen der Zinsentwicklung für den Finanzsektor auseinander. Dazu gehören Stresstests, die Auswirkungen auf Verbraucher, die Analyse von Refinanzierungsstrukturen und die Beobachtung des Liquiditätsrisikos für Versicherer. Die BaFin plant, ausgewählte Versicherungsunternehmen in das quartalsweise fortgeführte Liquiditätsmonitoring der Europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA einzubeziehen.Seit dem Ende des Jahres 2022 hat sich die Dynamik auf den Immobilienmärkten deutlich verändert. Nach einer langen Phase stetig steigender Preise und wachsender Immobilienportfolios bei vielen Banken, sind nun Preisrückgänge und eine verlangsamte Kreditvergabe zu beobachten. Diese Entwicklungen setzen den Wert der als Kreditsicherheiten dienenden Immobilien unter Druck und könnten, insbesondere bei unzureichend diversifizierten Instituten, die in kritische Marktsegmente investiert haben, zu finanziellen Schwierigkeiten führen.

Im Bereich der Gewerbeimmobilien sind seit Mitte 2022 signifikante Preisrückgänge zu verzeichnen, was das Neugeschäft stark beeinträchtigt hat. Die schlechteren Finanzierungsbedingungen, wirtschaftlicher Abschwung, hohe Inflation und Änderungen im Verbraucherverhalten haben zu einem spürbaren Rückgang in Angebot und Nachfrage geführt. Das Transaktionsvolumen im Gewerbeimmobiliensektor ist deutlich gesunken, und die Kreditvergabestandards der Banken haben sich verschärft.

Das Risiko im Gewerbeimmobilienmarkt wird sich voraussichtlich in den kommenden Jahren durch eine Verschlechterung der Kreditqualität und mögliche Kreditausfälle manifestieren. Spezialisierte Banken und Projektentwickler, die besonders von den steigenden Finanzierungs- und Baukosten betroffen sind, stehen vor erhöhten Risiken.

Versicherungsunternehmen, die traditionell in Wohn- und Gewerbeimmobilien investieren, sind ebenfalls von diesen Marktentwicklungen betroffen, wenn auch in einem geringeren Ausmaß dank hoher Bewertungsreserven in ihren Immobilienportfolios.

Auch der Wohnimmobilienmarkt zeigt Anzeichen einer Abschwächung, mit sinkenden Preisen und einer nachlassenden Kreditvergabe. Die Nachfrage geht zurück, was zu einem weiteren Preisverfall führt. Banken, die einen großen Teil ihrer Erträge aus langfristigen Immobilienkrediten generieren, könnten von den Zinserhöhungen weniger profitieren und längerfristige Herausforderungen erleben.

In diesem Kontext hat die BaFin Maßnahmen ergriffen, um die Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors zu stärken, darunter die Einführung von Kapitalpuffern für Wohnimmobilienkredite und eine engmaschige Überwachung von Instituten mit hohem Gewerbeimmobilien-Exposure. Zudem wird die BaFin die Entwicklungen auf den Immobilienmärkten weiterhin genau beobachten und gegebenenfalls zusätzliche regulatorische Schritte unternehmen, um die Finanzstabilität zu sichern.

Das Insolvenzrisiko deutscher Unternehmen hat zugenommen, was die Sorge verstärkt, dass die Zahl problematischer Kredite, Schuldverschreibungen und Verbriefungen steigen könnte. Höhere Marktzinsen bergen das Risiko, dass Kreditnehmer bei der Prolongation ihrer Kredite in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

Die wirtschaftlichen Herausforderungen für deutsche Unternehmen haben sich verschärft, unter anderem durch die Zinswende, die zu erhöhten Finanzierungskosten geführt hat. Zusätzlich belasten hohe Inflation, Lohnerhöhungen und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft die Unternehmen. Das Ende staatlicher Unterstützungsmaßnahmen, die während der Covid-19-Pandemie und der Energiekrise eingeführt wurden, könnte die Situation weiter verschärfen, insbesondere für Branchen wie die Gastronomie oder energieintensive Industrien.

Die globalen Handelsbeschränkungen und der Subventionswettlauf beeinträchtigen zudem exportabhängige Unternehmen. Die reduzierten fiskalischen und geldpolitischen Spielräume, um die Wirtschaft in einer erneuten Krise zu stützen, erhöhen die Risiken weiter. Die Wirtschaftsleistung Deutschlands ist 2023 zurückgegangen, und die Prognosen für 2024 deuten auf eine anhaltend schwache Konjunktur hin.

Die zunehmenden Unternehmensinsolvenzen seit Anfang 2022 setzen die Kreditinstitute unter Druck, insbesondere solche mit geringen Eigenkapitalpuffern oder mangelnder Risikodiversifizierung. Die Banken haben ihre Kreditrisikovorsorge verstärkt, aber die Quote notleidender Kredite ist gestiegen, was auf weitere Risiken hinweist.

Versicherer sind ebenfalls von den steigenden Ausfallrisiken betroffen, da sie in Unternehmenskredite und Kreditfonds investieren. Die Bedeutung von Private Debt-Investitionen ist für Versicherer in den letzten Jahren gestiegen, was hohe Anforderungen an das Risikomanagement stellt.

Die BaFin überwacht die Entwicklungen genau und führt Sonderprüfungen sowie Werthaltigkeitsprüfungen durch. Zudem intensiviert sie die Beobachtung des Kreditgeschäfts und des Private Debt-Markts, um frühzeitig Risiken zu identifizieren und darauf zu reagieren.

Die Bedrohung durch Cyberangriffe auf IT-Systeme von Unternehmen und Finanzmarktinfrastrukturen weltweit ist stark angestiegen, wie auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für Deutschland bestätigt. Im Finanzsektor ist diese Bedrohung besonders hoch, da hier sowohl Geld als auch sensible Daten im Fokus stehen. Ransomware-Attacken, bei denen Daten verschlüsselt und Lösegeldforderungen gestellt werden, stellen eine der größten Gefahren dar. Diese Angriffe können nicht nur direkte Schäden verursachen, sondern auch die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems beeinträchtigen und somit die Finanzstabilität gefährden.

Die Vorfälle in den USA und Deutschland im Jahr 2023 verdeutlichen das hohe Schadenspotenzial von Cyberangriffen. Die Angriffe reichten von der Beeinträchtigung des Handels und Clearings von US-Treasuries bis hin zum Datenabfluss bei einem deutschen Kontenwechseldienstleister. Zudem zeigt die Praxis des „Double Extortion“, bei der Daten gestohlen und deren Veröffentlichung angedroht wird, die Vielschichtigkeit der Bedrohung.

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung und der aktuellen geopolitischen Lage steigt das Risiko von organisierten Wirtschaftskriminalitäten und staatsnahen Cyberangriffen weiter an. Die BaFin ergreift zahlreiche Maßnahmen, um diesem Trend entgegenzuwirken. Die Umsetzung der EU-Regulierung DORA bis Mitte Januar 2025 ist ein wesentlicher Schritt zur Stärkung der Resilienz gegenüber IT-Risiken im Finanzsektor. Die BaFin etabliert sich als zentraler Melde-Hub für IT-Vorfälle und entwickelt ein Cyber-Lagebild des Finanzsektors, um Bedrohungen und Schwachstellen systematisch zu erfassen.

Durch die enge Zusammenarbeit im Nationalen Cyber-Abwehrzentrum (NCAZ) und den Austausch mit anderen nationalen sowie internationalen Behörden kann die BaFin frühzeitig auf Störungen reagieren. Nationale und internationale Krisenübungen dienen der Vorbereitung auf Ernstfälle, und die Einführung verpflichtender Penetrationstests soll die IT-Sicherheit der Unternehmen verbessern. Zudem arbeitet die BaFin mit internationalen Partnern an Orientierungshilfen, um die Resilienz des Finanzsektors gegen Cyberangriffe weiter zu erhöhen.

Das Risiko der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Finanzsektor bleibt hoch. Unternehmen in diesem Bereich, einschließlich Banken, stehen vor der Herausforderung, effektive Maßnahmen zur Prävention solcher Aktivitäten zu ergreifen. Dies umfasst die Pflicht, Kunden genau zu kennen und verdächtige Transaktionen an die Financial Intelligence Unit (FIU) zu melden.

In Deutschland gibt es über 8.700 Akteure im Finanzsektor, die Anti-Geldwäsche-Maßnahmen ergreifen müssen. Besonders im Nichtbankensektor besteht noch Nachholbedarf bei der Implementierung wirksamer Präventionsstrukturen.

Die internationalen Finanzsysteme sind eng miteinander verknüpft, was bei unterschiedlichen Regulierungen Umgehungsmöglichkeiten für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung schafft. Besonders in Deutschland, einer Exportnation, sind viele hochvolumige Transaktionen anfällig dafür, Gelder aus illegalen Quellen in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen.

Im aktuellen geopolitischen Kontext entstehen zusätzliche Risiken. Finanzinstitute, insbesondere die kontoführenden Stellen, müssen diese Entwicklungen beachten und ihre Präventionsmaßnahmen entsprechend anpassen.

Viele Finanzmarktakteure arbeiten mit Dienstleistern zusammen, um ihren geldwäscherechtlichen Pflichten nachzukommen. Diese Zusammenarbeit birgt jedoch Risiken, insbesondere wenn Dienstleister für mehrere Unternehmen tätig sind und bei unzureichender Leistung das Risiko für alle erhöhen.

Besondere Risiken entstehen bei schnell wachsenden Unternehmen, bei denen die Geldwäscheprävention mit dem Wachstum nicht Schritt hält, und bei der Nutzung von Kryptowerten, die neue Technologien für die Überwachung und Identifizierung von Geldwäscherisiken erfordern.

Bestimmte Geschäftsmodelle wie Payment Agents, Third-Party-Acquiring und der Handel mit Kryptowerten weisen aufgrund komplexer Strukturen und der Einbindung von Intermediären besondere Schwachstellen für Geldwäsche auf.

Die BaFin bereitet sich auf das künftige Europäische Aufsichtsregime vor und verstärkt ihre Aufsichts- und Prüfungstätigkeit, um sicherzustellen, dass Unternehmen des Finanzsektors wirksame Präventionssysteme implementieren. Dies beinhaltet auch eine verstärkte Zusammenarbeit im Nichtbankensektor und besondere Aufmerksamkeit für Geschäftsmodelle, die schnelles Wachstum fördern oder Kryptowerte nutzen. Durch die Erweiterung ihrer Leitlinien zum Geldwäschegesetz möchte die BaFin die Akteure des Finanzsektors für eine effektivere Bekämpfung von Geldwäsche sensibilisieren.

Im Finanzsektor ist es gängige Praxis, IT-Dienstleistungen an externe Anbieter auszulagern, was Kostenvorteile bietet und es den Unternehmen ermöglicht, sich stärker auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Spezialisierte IT-Dienstleister können viele Services effizienter und sicherer bereitstellen. Jedoch birgt die zunehmende Abhängigkeit von wenigen großen IT-Dienstleistern Risiken für den Finanzsektor, insbesondere wenn diese Mehrmandantendienstleister bei Störungen gleichzeitig mehrere Finanzunternehmen beeinträchtigen.

Störungen bei diesen Dienstleistern können kritische Geschäftsprozesse im Finanzsektor unterbrechen und im schlimmsten Fall die Funktionsfähigkeit des gesamten Sektors beeinträchtigen. Die Risiken werden durch die Weiterverlagerung von IT-Dienstleistungen an Subdienstleister noch verstärkt, was die Transparenz und Steuerung der Risiken durch die Finanzunternehmen erschwert.

Ein weiteres Problem ist die mangelnde Flexibilität beim Wechsel von IT-Dienstleistern. Aufgrund der Marktkonzentration und Spezialisierung ist ein schneller Wechsel oft nicht möglich, besonders bei Cloud-Computing und ausgelagerten Zahlungsverkehrsprozessen. Dies führt zu einer starken Bindung an die bestehenden Dienstleister.

Trotz der Risiken nehmen Auslagerungen, insbesondere an IT-Mehrmandanten-Dienstleister, weiter zu. Einige Finanzunternehmen versuchen, durch Rückholung bestimmter Aktivitäten oder die Umsetzung einer Multi-Vendor-Strategie die Abhängigkeiten zu reduzieren. Ein effektives Risikomanagement ist sowohl auf Unternehmens- als auch auf Aufsichtsebene essenziell, um die durch Konzentrationen entstehenden Risiken zu bewältigen.

Die BaFin setzt verschiedene Maßnahmen um, um die Risiken, die mit IT-Auslagerungen verbunden sind, zu minimieren. Dazu gehören die Analyse von Auslagerungsbeziehungen, die Überwachung von Dienstleistern, die Durchführung von Prüfungen und die Entwicklung eines Frühwarnsystems für Vorfälle bei Dienstleistern. Zudem ist die BaFin auf europäischer und globaler Ebene aktiv, um einen wirksamen Überwachungsrahmen für IT-Dienstleister im Finanzmarkt zu etablieren und umzusetzen.